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Das Fressverhalten der Katze

Das normale Fressverhalten

Von Natur aus zieht die Katze kleine "Snacks" großen Mahlzeiten vor. So teilt sie sich, wenn sie ihr Futter zur freien Verfügung hat, dieses in 10 bis 16 kleine Mahlzeiten ein. Bei vollständiger Dunkelheit frisst die Katze übrigens nicht. Jede Mahlzeit dauert nur 2 bis 3 Minuten. Am Trinkwasser bedient sie sich ebenfalls etwa 10 mal täglich. Verschiedene Studien zeigen, dass man die Lieblingsspeisen der Katzen einteilen kann (auch wenn es große Unterschiede zwischen den einzelnen Tieren gibt). Bestimmte Aminosäuren, die in tierischen Proteinen vorkommen, werden bevorzugt. Katzen mögen sehr gern Leber, doch man darf nicht glauben, dass alle Fisch dem Fleisch vorziehen; hier gibt es ebenfalls individuelle Unterschiede. Die Bewertung der Aminosäuren ist auch von der Kettenlänge dieser Verbindungen abhängig. Aminosäuren mit mittlerer Kettenlänge beispielsweise, die in manchen Pflanzenölen (z.B. Kopra, Palmkern), enthalten sind, werden abgelehnt. Was die Konsistenz des Futters betrifft, mögen Katzen besonders entweder sehr trockene oder sehr feuchte Nahrung. Bei Feuchtfutter werden Bröckchen enthaltende Produkte einer homogenen Masse vorgezogen. In manchen Fällen zeigen Katzen Vorlieben für pflanzliche Kost, obwohl sie zu den ausschließlichen Fleischfressern zählen. Es handelt sich jedoch nicht um eigentliches Verzehren sondern vielmehr um das Zerkauen einiger Pflanzenarten (z.B. Katzengras, Baldrian, Salbei, Minze und Olivenbaum). Die Wahl der Lieblingsspeisen der Katze hängt übrigens stark von der im frühesten Alter gemachten Erfahrung ab. Aus Nachahmungstrieb frisst das Kätzchen die selbe Nahrung wie seine Mutter und in den meisten Fällen zieht es sein ganzes späteres Leben das Futter vor, welches es als Jungtier gereicht bekam. Auch die Aufnahme von Flüssigkeit ist angelernt. Die Mutter bringt ihrem Nachwuchs bei, aus einer Schale zu trinken. Späterhin sollte das Tier immer genügend frisches Trinkwasser in seinem Napf zur Verfügung haben.


Krankhaftes Fressverhalten

Appetitlosigkeit:

Eine Verweigerung der Nahrungsaufnahme kann durch sehr viele verschiedene Ursachen ausgelöst werden. Um den Appetit wieder herzustellen, genügt es nicht immer, die ursächliche Störung zu behandeln. Auch eine Ortsveränderung, ein Aufenthalt in der Katzenpension oder in der Tierklinik können Appetitlosigkeit bewirken. In schweren Fällen kann die Verabreichung bestimmter Medikamente (z.B. Diazepam) den Appetit wieder anregen.

 

Das Fressen nicht zum Verzehr geeigneter Dinge

Hierbei handelt es sich um eine Verhaltensstörung, die als "Pica" bezeichnet wird. Eine Unterart dieser Störung, das Saugen an Stoffen, besonders an Wolle, betrifft hauptsächlich Siam- oder Burmakatzen. Das Tier kaut ständig mit den Backenzähnen auf Wollstoffen herum, und wenn es keine Wolle findet, begnügt es sich mit anderen Stoffen wie Baumwolle oder sogar Synthetik. Es wurde ein Fall beschrieben, wo der Katze alle Textilien entzogen wurden und die daraufhin eine Matratze zerriss, um an die Füllung zu gelangen. In der Regel ist ein solches Verhalten selten, doch diese Tieren können in einigen Minuten großen Schaden anrichten. Man weiß noch recht wenig um die eigentlichen Gründe für dieses Verhalten. Es ist jedoch bekannt, dass es häufiger vorkommt, wenn das Tier fastet und dass diese Tätigkeit nachlässt, wenn die Katze Zugang zu Pflanzen oder Trockenfutter hat. Es scheint, dass keine Verbindung zu irgendeinem Mangelzustand besteht, doch ballaststoffreiches Futter mildert die Störung. Sollte sie trotz dieser Ernährungsmaßnahmen bestehen bleiben, empfehlen wir, einen Lappen in Kölnisch Wasser oder Pfeffersoße zu tränken und ihn der Katze zu überlassen. Schnell wird sie ihr unerwünschtes Verhalten mit einer unangenehmen Geschmackserfahrung in Verbindung bringen. Katzen zerkauen auch manchmal Kabel, Schnüre und Fäden, was sehr gefährlich werden kann. Letztere Materialien können den Darm des Tieres verstopfen und verheerende Auswirkungen haben. Wie bei den zuvor beschriebenen Fällen muss versucht werden, bei der Katze Abscheu zu erregen, denn nur diese Methode ist erfolgreich. Es werden auch, mehr als Anekdoten, Fälle von Saugverhalten beschrieben: Die Katze saugt an der Haut ihrer Besitzerin oder ihres Besitzers, an den Zitzen eines Hundes oder eines Artgenossen. Diese Störung ist sehr verschieden vom "Wollefressen", denn ihr liegt ein kindliches Verhalten zugrunde. Die Katze kaut nicht etwa, sondern benimmt sich wie ein Junges und tretelt dabei mit den Vorderläufen, so wie es beim Saugen typisch ist. Abscheu vor Lebensmitteln: Katzen können aufgrund unterschiedlicher Ereignisse eine Abscheu vor bestimmten Lebensmitteln entwickeln. Der typische Fall ist der, dass man eine Katze beim Fressen überrascht, um ihr ein Medikament zu verabreichen. Dadurch entsteht dann ein Widerwillen gegen das Futter, was in diesem Augenblick verspeist wurde. Auf dieselbe Art und Weise kann eine Abscheu gegen ein Nahrungsmittel entstehen, welches zeitweise bei Verdauungsbeschwerden wie Erbrechen oder Durchfall verfüttert wurde. Dieses Verhalten kennt man auch vom Menschen, der Lebensmittel ablehnt, von denen er glaubt, dass sie ihm schon einmal schlecht bekommen sind. Hierbei handelt es sich um ein Verhalten, das der Anpassung dient. So frisst die wilde Katze mehr oder weniger verdorbene Beute, die eventuell Giftstoffe enthalten könnte, nicht.

 

Das Jagen:

Es handelt sich hier nicht um eine Verhaltensstörung im eigentlichen Sinne, denn die Katze, selbst wenn sie vom Menschen artgerecht ernährt wird, entwickelt stets ein Jagdverhalten gegenüber Vögeln und Nagetieren, welches letztere oft das Leben kostet. Diese Beschäftigung ist auf dem Lande sehr willkommen, wo die Katze manchmal als reines Nutztier gehalten wird. TierfreundInnen in städtischen Gegenden würden dagegen gerne auf stolz mitgebrachte Jagdbeute in Form von Vögeln, Mäusen oder sogar Eichhörnchen verzichten. Heutzutage sind Methoden, die das Jagdverhalten fördern oder hemmen, bekannt. Einen ausgeprägten Jagdinstinkt erzielt man, indem als Mutter eine erfolgreiche Jägerin ausgewählt wird, die dann selbst ihrem Nachwuchs die erforderlichen Fähigkeiten beibringt. Die Jungen sollten in diesem Fall so lange wie. möglich bei der Mutter gelassen werden. Es ist unnötig, die Tiere fasten zu lassen, da der Jagdinstinkt unabhängig vom Hungergefühl ist. Verschiedene Maßnahmen erlauben, den Jagdtrieb zu hemmen. Dazu wählt man Eltern, die bekanntermaßen wenig oder gar nicht jagen und trennt die Jungen so früh wie möglich von ihrer Mutter.

 


Die Katze kann Vögel weniger leicht überraschen, wenn sie ein Halsband mit einer kleinen Glocke trägt. Wenn sie sich an Vögel oder Nager heranmacht, die als Haustiere gehalten werden, sollte man zu abschreckenden Methoden greifen. Das einfachste Mittel sind Mausefallen, die um den Käfig des bedrängten Tieres verkehrt herum aufgestellt werden und, wenn die Katze sie streift, auslösen. Manche Autoren sind von der folgenden Methode überzeugt: Man sprüht zwei- oder dreimal täglich ein Körperdeodorant schräg in die Nase der Katze ein. Die Inhaltsstoffe irritieren die Nasenschleimhäute leicht. Anschließend besprüht man die direkte Umgebung der Nager- oder Vogelkäfige und die Katze meidet diese Orte. Es ist ratsam, ein anderes Deodorant zu nehmen, als das selbst benutzte, denn sonst könnte die Katze gegen ihre Halterin bzw. ihren Halter Abscheu entwickeln!

 


Man sollte unbedingt vermeiden, der Katze Medikamente zu verabreichen, während sie frisst, sie kann sonst eine psychologisch bedingte Abwehr entwickeln.

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Das normale Fressverhalten

Von Natur aus zieht die Katze kleine "Snacks" großen Mahlzeiten vor. So teilt sie sich, wenn sie ihr Futter zur freien Verfügung hat, dieses in 10 bis 16 kleine Mahlzeiten ein. Bei vollständiger Dunkelheit frisst die Katze übrigens nicht. Jede Mahlzeit dauert nur 2 bis 3 Minuten. Am Trinkwasser bedient sie sich ebenfalls etwa 10 mal täglich. Verschiedene Studien zeigen, dass man die Lieblingsspeisen der Katzen einteilen kann (auch wenn es große Unterschiede zwischen den einzelnen Tieren gibt). Bestimmte Aminosäuren, die in tierischen Proteinen vorkommen, werden bevorzugt. Katzen mögen sehr gern Leber, doch man darf nicht glauben, dass alle Fisch dem Fleisch vorziehen; hier gibt es ebenfalls individuelle Unterschiede. Die Bewertung der Aminosäuren ist auch von der Kettenlänge dieser Verbindungen abhängig. Aminosäuren mit mittlerer Kettenlänge beispielsweise, die in manchen Pflanzenölen (z.B. Kopra, Palmkern), enthalten sind, werden abgelehnt. Was die Konsistenz des Futters betrifft, mögen Katzen besonders entweder sehr trockene oder sehr feuchte Nahrung. Bei Feuchtfutter werden Bröckchen enthaltende Produkte einer homogenen Masse vorgezogen. In manchen Fällen zeigen Katzen Vorlieben für pflanzliche Kost, obwohl sie zu den ausschließlichen Fleischfressern zählen. Es handelt sich jedoch nicht um eigentliches Verzehren sondern vielmehr um das Zerkauen einiger Pflanzenarten (z.B. Katzengras, Baldrian, Salbei, Minze und Olivenbaum). Die Wahl der Lieblingsspeisen der Katze hängt übrigens stark von der im frühesten Alter gemachten Erfahrung ab. Aus Nachahmungstrieb frisst das Kätzchen die selbe Nahrung wie seine Mutter und in den meisten Fällen zieht es sein ganzes späteres Leben das Futter vor, welches es als Jungtier gereicht bekam. Auch die Aufnahme von Flüssigkeit ist angelernt. Die Mutter bringt ihrem Nachwuchs bei, aus einer Schale zu trinken. Späterhin sollte das Tier immer genügend frisches Trinkwasser in seinem Napf zur Verfügung haben.


Krankhaftes Fressverhalten

Appetitlosigkeit:

Eine Verweigerung der Nahrungsaufnahme kann durch sehr viele verschiedene Ursachen ausgelöst werden. Um den Appetit wieder herzustellen, genügt es nicht immer, die ursächliche Störung zu behandeln. Auch eine Ortsveränderung, ein Aufenthalt in der Katzenpension oder in der Tierklinik können Appetitlosigkeit bewirken. In schweren Fällen kann die Verabreichung bestimmter Medikamente (z.B. Diazepam) den Appetit wieder anregen.

 

Das Fressen nicht zum Verzehr geeigneter Dinge

Hierbei handelt es sich um eine Verhaltensstörung, die als "Pica" bezeichnet wird. Eine Unterart dieser Störung, das Saugen an Stoffen, besonders an Wolle, betrifft hauptsächlich Siam- oder Burmakatzen. Das Tier kaut ständig mit den Backenzähnen auf Wollstoffen herum, und wenn es keine Wolle findet, begnügt es sich mit anderen Stoffen wie Baumwolle oder sogar Synthetik. Es wurde ein Fall beschrieben, wo der Katze alle Textilien entzogen wurden und die daraufhin eine Matratze zerriss, um an die Füllung zu gelangen. In der Regel ist ein solches Verhalten selten, doch diese Tieren können in einigen Minuten großen Schaden anrichten. Man weiß noch recht wenig um die eigentlichen Gründe für dieses Verhalten. Es ist jedoch bekannt, dass es häufiger vorkommt, wenn das Tier fastet und dass diese Tätigkeit nachlässt, wenn die Katze Zugang zu Pflanzen oder Trockenfutter hat. Es scheint, dass keine Verbindung zu irgendeinem Mangelzustand besteht, doch ballaststoffreiches Futter mildert die Störung. Sollte sie trotz dieser Ernährungsmaßnahmen bestehen bleiben, empfehlen wir, einen Lappen in Kölnisch Wasser oder Pfeffersoße zu tränken und ihn der Katze zu überlassen. Schnell wird sie ihr unerwünschtes Verhalten mit einer unangenehmen Geschmackserfahrung in Verbindung bringen. Katzen zerkauen auch manchmal Kabel, Schnüre und Fäden, was sehr gefährlich werden kann. Letztere Materialien können den Darm des Tieres verstopfen und verheerende Auswirkungen haben. Wie bei den zuvor beschriebenen Fällen muss versucht werden, bei der Katze Abscheu zu erregen, denn nur diese Methode ist erfolgreich. Es werden auch, mehr als Anekdoten, Fälle von Saugverhalten beschrieben: Die Katze saugt an der Haut ihrer Besitzerin oder ihres Besitzers, an den Zitzen eines Hundes oder eines Artgenossen. Diese Störung ist sehr verschieden vom "Wollefressen", denn ihr liegt ein kindliches Verhalten zugrunde. Die Katze kaut nicht etwa, sondern benimmt sich wie ein Junges und tretelt dabei mit den Vorderläufen, so wie es beim Saugen typisch ist. Abscheu vor Lebensmitteln: Katzen können aufgrund unterschiedlicher Ereignisse eine Abscheu vor bestimmten Lebensmitteln entwickeln. Der typische Fall ist der, dass man eine Katze beim Fressen überrascht, um ihr ein Medikament zu verabreichen. Dadurch entsteht dann ein Widerwillen gegen das Futter, was in diesem Augenblick verspeist wurde. Auf dieselbe Art und Weise kann eine Abscheu gegen ein Nahrungsmittel entstehen, welches zeitweise bei Verdauungsbeschwerden wie Erbrechen oder Durchfall verfüttert wurde. Dieses Verhalten kennt man auch vom Menschen, der Lebensmittel ablehnt, von denen er glaubt, dass sie ihm schon einmal schlecht bekommen sind. Hierbei handelt es sich um ein Verhalten, das der Anpassung dient. So frisst die wilde Katze mehr oder weniger verdorbene Beute, die eventuell Giftstoffe enthalten könnte, nicht.

 

Das Jagen:

Es handelt sich hier nicht um eine Verhaltensstörung im eigentlichen Sinne, denn die Katze, selbst wenn sie vom Menschen artgerecht ernährt wird, entwickelt stets ein Jagdverhalten gegenüber Vögeln und Nagetieren, welches letztere oft das Leben kostet. Diese Beschäftigung ist auf dem Lande sehr willkommen, wo die Katze manchmal als reines Nutztier gehalten wird. TierfreundInnen in städtischen Gegenden würden dagegen gerne auf stolz mitgebrachte Jagdbeute in Form von Vögeln, Mäusen oder sogar Eichhörnchen verzichten. Heutzutage sind Methoden, die das Jagdverhalten fördern oder hemmen, bekannt. Einen ausgeprägten Jagdinstinkt erzielt man, indem als Mutter eine erfolgreiche Jägerin ausgewählt wird, die dann selbst ihrem Nachwuchs die erforderlichen Fähigkeiten beibringt. Die Jungen sollten in diesem Fall so lange wie. möglich bei der Mutter gelassen werden. Es ist unnötig, die Tiere fasten zu lassen, da der Jagdinstinkt unabhängig vom Hungergefühl ist. Verschiedene Maßnahmen erlauben, den Jagdtrieb zu hemmen. Dazu wählt man Eltern, die bekanntermaßen wenig oder gar nicht jagen und trennt die Jungen so früh wie möglich von ihrer Mutter.

 


Die Katze kann Vögel weniger leicht überraschen, wenn sie ein Halsband mit einer kleinen Glocke trägt. Wenn sie sich an Vögel oder Nager heranmacht, die als Haustiere gehalten werden, sollte man zu abschreckenden Methoden greifen. Das einfachste Mittel sind Mausefallen, die um den Käfig des bedrängten Tieres verkehrt herum aufgestellt werden und, wenn die Katze sie streift, auslösen. Manche Autoren sind von der folgenden Methode überzeugt: Man sprüht zwei- oder dreimal täglich ein Körperdeodorant schräg in die Nase der Katze ein. Die Inhaltsstoffe irritieren die Nasenschleimhäute leicht. Anschließend besprüht man die direkte Umgebung der Nager- oder Vogelkäfige und die Katze meidet diese Orte. Es ist ratsam, ein anderes Deodorant zu nehmen, als das selbst benutzte, denn sonst könnte die Katze gegen ihre Halterin bzw. ihren Halter Abscheu entwickeln!

 


Man sollte unbedingt vermeiden, der Katze Medikamente zu verabreichen, während sie frisst, sie kann sonst eine psychologisch bedingte Abwehr entwickeln.

 


   
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