Die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Parodontoseerkrankungen steigt im Alter. Zusammen mit dem Pudel ist der Dackel in einer Probe von 162 willkürlich in einer schwedischen Tierklinik ausgewählten Hunden am häufigsten vertreten (Hamp, 1997).
Bei kleinen Hunden sind vor allem die unteren Prämolare und diese vorwiegend auf der Innenfläche (wegen gelegentlich falsch angeordneten Zähnen) betroffen.
Mundgeruch (oder Halitose) entsteht durch die Aktivität der Maulbakterien, die zu ihrer Vermehrung die im Speichel vorhandenen schwefelhaltigen Aminosäuren verwenden.
Die allmähliche Bildung von Zahnstein führt zur Entzündung des Zahnfleischs und zur Bildung von Zahnfleischtaschen. In diesen sammeln sich Nahrungsreste an, und eine spezielle Bakterienflora entwickelt sich. Diese Bakterien produzieren Toxine, die das Stützgewebe des Zahns (Parodont) angreifen und letztlich den Zahn frei legen und zu Zahnausfall führen.
Knochenabbau durch Parodontose ist bei einem kleinen Hund viel gravierender als bei einem großen: Ein paar Millimeter Verlust haben wegen der unterschiedlichen Gesamtdicke des Kiefers schwerwiegende Folgen. Manchmal führt diese Schwächung sogar zum Kieferbruch.
Das Hauptziel besteht darin, die Entwicklung von Zahnbelag, d.h. des bakteriellen Biofilms, der sich auf der Zahnoberfläche absetzt und sich schnell zu Zahnstein mineralisiert, zu bremsen.