Der Dackel, auch als Teckel oder Dachshund bekannt, ist ein Jagd- oder Gesellschaftshund, der eine Sonderstellung hat: Als einzige Rasse belegt er eine ganze Gruppe in der von der FCI erstellten Rassenklassifizierung.
Dieser kleine Hund mit dem besonderen Körperbau erfreut sich seit den 70er Jahren einer enormen Beliebtheit.
In Deutschland, seinem Ursprungsland, orientierte sich die Zucht der Rasse an den strengen Anforderungen der Jagd. Der Dackel ist seit dem Mittelalter bekannt: Ausgehend von Bracken wurden seit jeher Hunde gezüchtet, die speziell für die Baujagd bestimmt waren. Aus diesen Bracken hat sich der Dackel als eine der vielseitigsten Hunderassen entwickelt. Sein Einsatz als Jagdhund beschränkt sich nicht allein auf die Arbeit unter der Erde. Als spurlauter Jäger ist er ein ausgezeichneter Stöberhund. Der 1888 gegründete Deutsche Teckelclub ist der zweitälteste Rassehundverein in Deutschland.
Alles beginnt mit dem Kurzhaar
Der Dackel eignet sich sowohl für das Aufspüren von Großwild als auch zum Durchstöbern der Bauten von Hasen oder Dachsen und ist seit langem ein treuer Begleiter des Menschen. Bis zum 18. Jhdt. gehen seine Wurzeln und die Geschichte des Kurzhaardackels zurück. Erst danach werden die beiden anderen Linien, Langhaar und Rauhhaar, zu mehr oder weniger denselben Zwecken gezüchtet. Heute ist der Dackel eine der vielseitigsten Rassen, die Gesellschaftsjagd- und Ausstellungshund vereint.
In vielen Ländern existiert der Dackel in drei verschiedenen Größen (Teckel, Zwergteckel und Kaninchenteckel = Teckel speziell für die Kaninchenjagd) sowie drei verschiedenen Haararten (Kurzhaar, Rauhhaar und Langhaar). Die Vielfalt der Rasse mit ungefähr 30 Varianten bestätigt, dass der Dackel den zahlreichen Ansprüchen gerecht wird. Vom kleinen Kaninchenteckel bis zum Standardteckel, dem Vorbild der Rasse, findet jeder Liebhaber einen Begleithund von passender Größe.
Zwar gehen die Geschichtsforscher bis auf die Antike zurück, aber erst ab dem 19. Jahrhundert hat der Dackel seinen weltweiten Siegeszug angetreten. In England ziert er seit 1873 das Zuchtbuch des ehrwürdigen Kennel Club. In diesem Land genießt der Dackel eine Bekanntheit, die bis in die britische Aristokratie reicht: Königin Viktoria war eine seiner größten Verehrerinnen.
In Deutschland begannen Liebhaber erst gegen Mitte des 19. Jahrhunderts mit der Zucht. Vor allem Förster waren maßgeblich an der Einführung der Zuchtkriterien beteiligt. Eine der ersten Aufgaben war die Verfassung eines Standards (1879), bevor der Deutsche Teckel Klub (DTK) aus der Taufe gehoben wurde.
Bei seinen ersten Schritten in der deutschen Hundewelt war der Standard größtenteils auf die Kurzhaarvariante beschränkt, die von den Spezialisten als das Vorbild aller Dackel betrachtet wird.
In den 20er Jahren beginnt der Rauhhaardackel die Herzen der Liebhaber zu erobern, aber schließlich etabliert sich der Langhaardackel als die Nummer 1, eine Position, die er mehrere Jahrzehnte lang hält. Heute findet in Europa, wie auch auf anderen Kontinenten, eine Rückkehr zum Rauhhaar statt.